Ein Wüsten-Abenteuer
Wer mir jemals gesagt hätte ich würde mal in der Wüste frühstücken,ich hätte ihn wohl für verrückt erklärt.Ich und Wüste ,für mich nur ein großer Sandkasten ,heiße Luft ,ohne jegliches Leben ,so meine Hirngespinste. Aber,wie sagt ein Sprichwort,“was der Bauer nicht kennt das frisst er auch nicht.“Ich als Europäerin aus dem kühlen Norden von Deutschland zu Hause , lag dies jenseits meiner Vorstellungskraft .
Aber alles kam anders als gedacht.Als ich das erste Mal (es muss so in den neunziger Jahren des vorigen Jahrhundert gewesen sein) von einem Land Kenntnis nahm das als Wüstenstaat bekannt war und es wie ein Märchen aus 1001 Nacht angepriesen wurde , konnte ich es nicht ertragen das mein Horizont nicht viel weiter als über die Grenzen Europas kam.Das erschreckte mich doch sehr.Ich glaube von da an hat sich ein Schalter in meinen kleinen Oberstübchen umgeschaltet und es hat klick gemacht.Ich bekam so einen Wissensdrang und die Neugierde war groß, das ich von diesen märchenhaften Land viel wissen wollte.Natürlich musste ich erst den Atlas wälzen um das Land zu finden.Eigentlich ein Armutszeugnis für mich das ich nicht wusste das es ein arabisches Land war.Hatte man doch schon viel von Arabischen Ländern gelesen und gehört aber nichts von einen wo angeblich Milch und Honig fließt.Von da an war ich so wissbegierig das ich alles wissen wollte.Ich fing an mein Horizont zu erweitern.Ich nahm an Vorlesungen teil,ging in Bibliotheken und fraß mich durch Bücher wie ein Bücherwurm.Und was ich da alles erkundet hatte überstieg meiner Vorstellungskraft und der Schock saß tief in mir als ich erkennen musste das ich eigentlich nichts von dieser Welt wusste,ich hatte in meiner eigenen Welt gelebt, als Berufstätige Mutter mit 3 Kindern.Meine ganzes Wissen und Fürsorge lag nur auf meiner Familie.Aber als alle das häusliche Nest verließen und keiner meiner Fürsorge mehr bedachte stand ich auf weiter Flur alleine da .Ich war mit meinem Latein am Ende.So konnte es nicht weiter gehen.Also auf zu neuen Ufern.So begann ich mich für alles und die Welt zu interessieren und ich war erschrocken wie wenig ich von dieser Welt wusste.
Nach meiner beruflichen Laufbahn war es endlich so weit und ich schnürte mein Rucksack, buchte Flug und Hotel und flog in die Ferne.Ich flog in die Vereinigten Arabischen Emirate nach Dubai um dort auf ein Kreuzfahrtschiff anzuheuern und durch den Orient zu schippern.Natürlich nahm ich meinen Mann mit,schließlich hat er mir meinen großen Traum erfüllt.Ohne ihn hätte ich es nie geschafft mich in ein Flugzeug zu setzen mit meiner Flugangst.Von Hamburg ging es direkt bis Dubai los.Nun musste ich nur den 7 Stündigen Flug überstehen und alles wird gut.In Dubai früh gegen 6 Uhr unversehrt angekommen,war ich mit Gott und der Welt im Einklang.Als wir Dubais Airport betraten, kam nur ein Wow über meine Lippen.Aber das wird eine andere Geschichte.Wir wurden vom Airport abgeholt und zum Schiffsterminal gefahren.Nach dem Einchecken auf dem Kreuzfahrtschiff AIDAdiva konnte ich meine Neugierde nicht zügeln und ich musste sofort Dubai ,die Stadt der Superlative erkunden da wir ja erst am darauffolgenden Tag ausliefen.Wir nahmen uns ein Privattaxi und erkundeten Dubai.Es war eine Tour der Superlative.Nun zu eigentlichen Punkt dieser Geschichte (ich schweife vom Thema ab) nach dem auslaufen der AIDA , schipperten wir nach Abu Dhabi .Von Abu Dhabi aus ging es ab in die Wüste zur Wüstensafari mit Übernachtung .Hier bekam die Bezeichnung „Märchen aus 1001 Nacht “ ihre Berechtigung.Nach fast 3 Stunden mit dem Bus kamen wir im Wüstencamp „Arabian Nights Village „in der Al Khatim- Wüste an.Ich konnte es immer noch nicht fassen das ich in der Wüste war.Wir wurden freundlich mit Wein und einen kleinen Imbiss empfangen und bekamen einen Festen Bungalow zugewiesen. Das haut doch den stärksten Mann um,dass habe ich ja in einer Wüste nicht erwartet.War eher auf ein Beduinenzelt eingerichtet.Dieser Bungalow stand einem 5 Sterne Hotel in nichts nach.Alles war da was man in der Wüste am wenigsten erwartet.In einen Beduinenzelt hätte ich es abenteuerlicher gefunden.Wir ließen den Wüstenabend bei Wein, leiser Musik und Sternen klaren Himmel ausklingen.Himmlisch,Romantik pur.Nach einer kurzen Wüstennacht wurden wir zum Sonnenaufgang weiter in die Wüste gefahren in einen Jeep.Diese Fahrt hat mir mein Magen übel genommen.Es ging durch bis zu 300 Meter hohen Sanddünen Rauf und runter.Für den einen ein Segen für mich die Hölle.ein Glück das es noch kein Frühstück gab, ich glaub es wär mir aus dem Gesicht gefallen.Ich muss es nicht noch einmal haben.Auf einer Düne warteten wir den Sonnenaufgang entgegen.Es war unglaublich schön.Man kann es nicht beschreiben ,man muss es selbst erleben,dazu würde ich auch keine Worte finden.Nach dem Sonnenaufgang ging es zurück zum Wüstencamp zum Frühstück.Und was für ein Frühstück,wenn ich alles erwartet hätte aber nicht dieses Orientalische Frühstück.Ich hab mich in die Märchenwelt aus 1001 Nacht zurück versetzt worden und fühlte mich wie eine Prinzessin.Arabischer Kaffee mit Kardamom, Backwaren jeglicher Art,orientalisches Omelett,Früchten ,die teilweise mein Gaumen noch nie zu schmecken oder zu sehen bekam, Kamelmilch für den Kaffee auch der Kakao war mit Kamelmilch, so was von Lecker ,es war ,wie gesagt märchenhaft.Nach dem Frühstück nahmen wir noch ein kühles Bad im Garten mit Außenpool-Oase.Der Höhepunkt zum Abschluß war jedoch der Ritt auf ein Wüsten-Kamel.Nach diesen Wüsten-Abenteuer ging es zurück aufs Schiff.unsere nächsten Passagen waren Bahrain und der Oman.Aber das wird ein Kapitel für sich. Es war so schön das wir alles ein Jahr später wiederholt haben .Nur dieses mal mit Flug und Hotel in Dubai.
