Hinter den Türen “ Crew only „eines Kreuzfahrtschiffes


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Die Welt der  Bediensteten

 

Der Teppich endet vor den „Crew only“-Türen. Dahinter, fern von der Glitzerwelt eines Luxusliners  eröffnet sich eine völlig andere Welt .Hier ist Schluß  mit lustig.

Hier werkelt, schuftet und schwitzt eine internationale Crew aus Philippinen,Indien oder aus Honduras für das Wohl der Passagiere.Der Alltag von Crew und Passagiere könnte kaum gegensätzlicher sein.Die Jobs an Bord sind echte Knochenarbeit.Das hat wenig mit Seefahrer-Romantik zu tun.Täglich arbeitet die Crew 10-12 Stunden damit die Traumwelt einer Kreuzfahrt funktioniert.

Kaum irgendwo sonst liegen anstrengender Arbeitsalltag und luxuriöse Urlaubsfreuden so nahe zusammen. Die Crew ist sechs Monate ohne Unterbrechung im Dienst, sieben Tage pro Woche. Ihr Zuhause sind kleine, oft fensterlose Kabinen, nur wenige Decks unterhalb der eleganten Kabinen und Suiten der Passagiere. Da  kann man schon Zweifel bekommen ob es richtig ist, das Leben an Bord in vollen Zügen zu genießen und sich dabei von hart arbeitenden, nach westlichen Standards schlecht bezahlten Menschen aus oft armen Herkunftsländern bedienen zu lassen.

Bis zu zehnmal so viel Geld wie in der Heimat

An- und Abreise zum Schiff,  Kost und Logis an Bord sind frei. Dafür verdient ein Crewmitglied nichts in der Zeit, in der es nicht an Bord ist. Und die Altersvorsorge ist ebenfalls Privatsache. Wenn alles gut läuft, verdient aber beispielsweise ein aus Asien stammendes Crewmitglied auf dem Schiff bis zu zehnmal so viel wie in seiner Heimat.